Umgezogen!

7 01 2008

Gestern um 19h war es geschafft. Der Grossteil der Kartons war ausgepackt, und Ihre alte Wohnung so leer wie unsere Maegen. Ryohey, den wir kurzfristig um Mithilfe gebeten hatten, hatte verschlafen, und so waren wir mit einem Kollegen von Ihr zunaechst nur zu dritt, und standen einer Armee von tausender kleiner Sachen, schwerer Kartons, Schnickschnack aller Art und nicht zuletzt Betten, Regalen, Waschmaschinen und Kuehlschraenken gegenueber. Wir nahmen allen Mut zusammen und stuerzten uns in die Schlacht. Vom Himmel brannte die Sonne und strafte alle Kalender, die den Winter anzeigten, Luegen. Ihre Wohnung lag im sechsten Stock, und auch wenn wir die Dienste des Fahrstuhls sehr gerne in Anspruch nahmen, forderte das etwas aeltere Modell bei seiner gemaechlichen Fahrt auf- und abwaerts doch viel Geduld.

Schliesslich war der kleine Leihtransporter voll, und im Schneckentempo (die Sachen waren nicht fixiert und rutschten Bedrohlich hin und her) fuhren wir zu Ihrer neuer Wohnung, wo schon Shoko auf uns wartete und kraeftig mit anpackte. Irgendwann war sogar Ryohey da, und die zweite Fuhre ging um einiges schneller. Als alle Sachen drueben waren ging fuer Sie der Stress los: Sie musste mit dem Vermieter der neuen Wohnung, dem der alten Wohnung, ihrer alten Hausmeistering sowie zwei Angestellten der Gasversorgung sprechen, unterschreiben, organisieren, dann die Wohnung einrichten, wobei wir ihr kraeftig mithalfen oder im Weg standen.

Um 19h liessen wir die Arbeit Arbeit sein, und Sie , Shoko und ich gingen als die letzten, die standhielten, Essen. Wobei Essen es nicht wirklich trifft… Es war vielmehr ein Fress- und Saufgelage. Grossartig! Uebrigens wuerde die kleine, zierliche Shoko so manchen Deutschen unter den Tisch trinken… Ich hingegen weiss wann man aufhoert und habe mich irgendwann geschlagen gegeben. Mit vollem Bauch gingen wir, wegen einer ploetzlichen Verwandlung des Strassenbelages in Gummi ein wenig wankend, nach Hause.

Sie musste heute morgen zur Arbeit, ich blieb noch ein wenig liegen, um das droehnen aus meinem Kopf zu bekommen. Schliesslich stand ich auf, ging duschen, vergass aber ein Handtuch, irrte tropfend durch die Wohnung ohne eines zu finden, stellte mich schliesslich unter die Klimaanlage, die ich auf 30grad stellte, machte den Foen an und liess so die Sicherung rausknallen. Die Wohnung hatte mich freundlich wissen lassen, wer der Herr im Hause ist.

Schliesslich fuhr ich mit dem Fahrrad einfach mal die Strasse runter, bis zu einer groesseren Strasse, der ich folgte, wo mir dann ploetzlich dieses Internetcafe ueber den Weg lief. Ich fuerchte es wird ein bisschen teuer werden, deswegen hoere ich jetzt auch auf. zackundweg

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7 responses

8 01 2008
sarah

hallo du! umziehen ist immer schrecklich- das ganze chaos, da lohnt sich immer ein ordentliches ausmisten, nach feng.shui prinzipien oder so, das hilft.
gut, ich hoffe du weißt bald, wie die badetüren aufgehen, wo handtücher liegen und wenn du dann noch lustig bist, könntest du mal messen, wie hoch die decken sind?
das würde mich auch interessieren.
es sieht so niedrig aus?!
liebe grüße auch an yuko, bis bald mal wieder!!!

8 01 2008
kleiner bruder

Hübsch Hübsch. Das Grün im bad ist fantastisch. Aber was ist das riesige weiße etwas im nebenzimmer? Ein Drucker?
viel spaß beim radeln. 😉

8 01 2008
viv

Sind die Wände aus Karton? Sehen so dünn aus… Ich hoffe die Nachbarn haben kein allzu lebhaftes Sexleben, sonst wird das bestimmt nervig…

8 01 2008
viv

Sind die Wände aus Karton? Sehen so dünn aus… Ich hoffe die Nachbarn haben kein allzu lebhaftes Sexleben, sonst wird das bestimmt nervig…

8 01 2008
Mädchen aus Ostberlin

Tja, da hat dir die/der Öko-GöttInn wohl ein Schnippchen geschlagen und dich damit eineR/S Besseren belehrt. ^^

10 01 2008
Päddel

Jaja… kaotischer Umzug mit anschließendem Fressgelage. Da hat sich die Yuko aber mal einen echten spezialisten ins Land geholt. Ich erinner mich das nur an gewisse andere Umzüge! 😉 Aber schön das du dazu gelernt hast und dich nicht zu tode trinken lässt. Mach mal fotos von deiner Radtour zum Internetcafe! bitte!
kkk -.~*

15 01 2008
soviet1917

Die wände sind in der tat seeehr dünn, aber das ist in japan überall so (leichtbauweise gegen erdbeben und hitze im sommer). blöderweise ist yuko aus ihrer alten wohnung ausgezogen, weil ihre nachbarn zu laut sind – und die jetzigen sind ausgerechnet musikstudenten, die klavier spielen! aber bisher nur abends, wird schon gehen. für freunde des lauteren geschlechtsverkehrs gibt es übrigens love-hotels, gerade bei jungen paaren, die noch bei den eltern leben, sehr beliebt. die decke ist so hoch, dass ich sie bequem berühren kann wenn ich mich strecke, deswegen schätz ich mal auf 2,20m. ich hab mir schon so oft an den türrahmen den kopf gestossen dass yuko ein handtuch an einen geklebt hat!

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